Voicing-Regeln: Quarten statt Terzen
Zwei Dinge entscheiden über den Klang: welche Töne, und in welcher Reihenfolge und welchen Abständen.
So geht's
- Pflicht sind Terz und Septime – sie bestimmen die Qualität. Grundton und Quinte darfst du weglassen, den Bass übernimmt ohnehin oft jemand anderes.
- Denselben Akkord dreimal greifen: gestapelt in Terzen, dann in Quarten, dann als Cluster in Sekunden. Vergleichen.
- Terzenstapel klingt sauber, aber brav. Quarten klingen offen und mehrdeutig – deshalb sind sie im Jazz der Normalfall.
- Faustregeln: unten weite Abstände (enge Intervalle klingen tief matschig), Reibungen in die Mitte, zwischen den beiden obersten Tönen eine Terz oder Quarte.
- Keine Töne doppeln, außer dem obersten.
- Spannung steuern: mehr Optionstöne (9, 11, 13) und Alterationen erzeugen mehr Spannung – am Ende der Wendung wieder zurücknehmen.
Typische Fehler
- Immer alle Akkordtöne greifen.
- Vier Töne eng unter dem kleinen C – das wird immer trüb.