Voicing-Regeln: Quarten statt Terzen

Akkorde & Voicings

Zwei Dinge entscheiden über den Klang: welche Töne, und in welcher Reihenfolge und welchen Abständen.

So geht's

  1. Pflicht sind Terz und Septime – sie bestimmen die Qualität. Grundton und Quinte darfst du weglassen, den Bass übernimmt ohnehin oft jemand anderes.
  2. Denselben Akkord dreimal greifen: gestapelt in Terzen, dann in Quarten, dann als Cluster in Sekunden. Vergleichen.
  3. Terzenstapel klingt sauber, aber brav. Quarten klingen offen und mehrdeutig – deshalb sind sie im Jazz der Normalfall.
  4. Faustregeln: unten weite Abstände (enge Intervalle klingen tief matschig), Reibungen in die Mitte, zwischen den beiden obersten Tönen eine Terz oder Quarte.
  5. Keine Töne doppeln, außer dem obersten.
  6. Spannung steuern: mehr Optionstöne (9, 11, 13) und Alterationen erzeugen mehr Spannung – am Ende der Wendung wieder zurücknehmen.

Typische Fehler

Version 114 · 25.09. 13:03
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